Ausrüstung


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Die Berechnung der Stocklänge erfolgt durch die Formel Körpergröße x 0,66.
Zum Beispiel: 170 cm x 0,66 = 115,50 ergibt eine Stocklänge von 115 cm. Nordic Walking Stöcke sind in Abständen von jeweils 5 cm erhältlich (z.B. 105 cm, 110 cm, 115 cm usw.).

"Sie wissen Ihre Größe nicht genau?" Kein Problem, denn die Stocklänge kann auch kinderleicht durch Ausprobieren ermittelt werden. Dabei sollten Sie auf folgendes achten:
Stellen Sie sich aufrecht hin, umschließen Sie mit einer Hand den Griff des Stockes und setzen sie ihn mit angewinkeltem Arm vor sich auf dem Boden ab. Ideal ist die Stocklänge dann, wenn der gebeugte Arm einen rechten Winkel (90°-Winkel) bildet (siehe Bild 1). Ist der Winkel Ihres gebeugten Armes kleiner als 90°, so ist die Länge der Stöcke für Sie nicht ideal (siehe Bild 2).

Bild 1 Das Handschlaufen-System macht die Nordic Walking Stöcke zu etwas Besonderem. Denn es ermöglicht der vorderen Hand eine gleichmäßige Druckverteilung über die Schlaufe auf den Stock. Gleichzeitig verhindert die Schlaufe, dass beim Öffnen der anderen Hand hinten der Stock verloren wird.
Der rechte und linke Stock, sowie die Handschlaufen sind für die entsprechende Hand anatomisch vorgeformt.

Ihre Nordic Walking Stöcke sollten entweder aus einer Fiberglas-Carbon-Mischung, oder zu 100% aus Carbon bestehen. Dieses Material findet auch in der Raumfahrt Verwendung und weist eine hohe Elastizität, optimale Dämpfungseigenschaften, sowie Stützfunktionen auf, wodurch Ihre Gelenke entlastet werden. Zudem sind sie nahezu bruchsicher und sehr leicht. Die ebenfalls im Handel erhältlichen Aluminiumstöcke sind weniger empfehlenswert, da sie die Schwingungen beim Nordic Walking direkt auf die Gelenke übertragen. Deshalb sollten Sie sich bei der Wahl Ihrer Stöcke in einem Sportfachgeschäft individuell beraten lassen.

Bild 1 Die Hartmetallspitzen der Nordic-Walking-Stöcke haben auf nahezu allen nicht asphaltierten Bodenoberflächen eine sehr gute Haftung. Auf asphaltierten Bodenbelägen sollten aber sogenannte Asphaltpads auf die Spitzen gesteckt werden, da sie ähnlich abrieb- und rutschfest sind, wie Autoreifen, und damit auf Asphalt eine sicherere, bessere Haftung gewährleisten. Des Weiteren weisen die Asphaltpads auf dem härteren Untergrund eine weitaus bessere Stossdämpfung auf als die Hartmetallspitzen.


Für die ersten Kurstermine sind bequeme Turnschuhe ausreichend, wobei Sie darauf achten sollten, dass Sie keine Hallenturnschuhe, oder Turnschuhe mit hohem Schaft, wie beispielsweise Bergstiefel verwenden.
Sollten Sie sich jedoch längerfristig für Nordic Walking entscheiden, empfiehlt es sich gute Walking-, oder Joggingschuhe zu kaufen, da sie die Gelenke schonen, einen hohen Tragekomfort aufweisen und die Technik mit ihnen optimal umzusetzen ist. Sie sollten sich beim Kauf Ihrer Schuhe in einem Fachgeschäft beraten lassen.

Wie für alle Sportarten, empfiehlt es sich für Nordic Walking funktionelle Kleidung zu tragen, die vor allem den Wetterverhältnissen angepasst ist. Sie sollten darauf achten, dass die Kleidung weder zu eng, noch zu weit ist, sondern locker sitzt. Sagt Ihnen "Zwiebellook" etwas? Die einzelnen Luftschichten zwischen den funktionellen Kleidungsstücken wärmen ohne die Gefahr eines Hitzestaus. Ausserdem sollten Sie bei unsicherer Wetterlage für alle Fälle an eine Regenjacke denken.

Um Ihre optimale Trainingsbelastung zu ermitteln empfiehlt sich das Tragen eines Herzfrequenzmessers, da dieser die Intensität des Trainings ablesbar macht. Zudem dient er als Kontrolle und ist vor allem bei gesundheitlichen Einschränkungen sinnvoll.
Wichtige ablesbare Daten des Herzfrequenzmessers sind Ihre durchschnittliche Herzfrequenz, die Herzfrequenzgrenzwerte, Ihr Kalorienverbrauch, die Trainingszeit und zudem ermittelt er Ihre persönliche Herzfrequenztrainingszone.

Bei sportlichen Aktivitäten ist es sehr wichtig ausreichend zu trinken, deshalb ist es besonders im Sommer empfehlenswert ein Getränk dabei zu haben.